Strategie für Wachstum – Fluitronics baut kontinuierlich Systemkompetenz aus

Selbst im Nicht-MDA-Jahr präsentierte die Hydraulikfi rma Fluitronics ihre Neuheiten in Hannover auf der Messe. Aber auch sonst tritt die Krefelder Firma unter der Leitung von Dr.-Ing. Christoph Kempermann kräftig aufs Gaspedal – wie der folgende Bericht dokumentiert.


16.05.2014 Presse


Es gibt Fragen, bei denen die Gesprächspartner zunächst einmal schlucken und auch spontan nicht beantworten können. Bei Dr.-Ing. Christopf Kempermann, Geschäftsführer der Krefelder Firma Fluitronics, ist das ganz anders. Bei der Frage, wo er denn im Kreise seiner Wettbewerber für Fluitronics die größten Stärken sehe, antwortet er ohne lange zu überlegen: „In unserer außerordentlichen Schnelligkeit bei der technischen und logistischen Umsetzung kundenindividueller Lösungen. Hier spielen wir unsere Vorteile als mittelständisch geprägtes und geführtes Unternehmen voll aus.

Bedeutet konkret: Mit schlanken Strukturen, kurzen Kommunikationswegen und einer prozessorientierten Vorgehensweise steht unser Team in einem ständigen Dialog mit den Kunden. So finden fortschrittliche Lösungen rasch den Einzug in neue serienreife Maschinen und Anlagen.“ Um seine Schilderungen etwas transparenter zu machen, muss man wissen, dass das Markenzeichen der Krefelder einbaufertige Lösungen für die Antriebs- und Steuerungstechnik sind.

Als Engineering- und Produktionspartner zahlreicher renommierter Serienhersteller (OEM) ist Flutronics spezialisiert auf die Systemintegration bei Mobilmaschinen und stationären Anlagen. Produkte der 80-Mann-Firma finden Anwendung in vielfältigen Einsatzgebieten, etwa bei Land- und Baumaschinen, Kommunalfahrzeugen, Förder- und Recyclingtechnik, Produktionsanlagen und vielen anderen Bereichen. OEM schätzen Branchenkennern zufolge besonders die hohe Umsetzungsgeschwindigkeit der innovativen Lösungen, die ihnen das mittelständisch geprägte und geführte Unternehmen bietet. Sie resultiert vor allem aus dem ständigen Dialog der Techniker mit den Entwicklern bei den Anwendern und aus einem strukturierten gemeinsamen Entwicklungsprozess.

Die Aussage, dass Fluitronics Vorreiter bei wichtigen technologischen Herausforderungen sei, konkretisiert Dr.-Ing. Christoph Kempermann so: „Dazu zählt die Implementierung von Hydrauliklösungen in hybride Antriebsmodule. Wir gehören mit unserer zukunftsfähigen Technologie zu den profiliertesten Anbietern und ermöglichen es Anwendern, den Energieverbrauch im Unternehmen nachhaltig zu senken und zugleich Emissionen einzusparen. Wir sind spezialisiert auf die Lieferung mittlerer bis großer Serien von 50 bis 5000 Einheiten jährlich. Dabei konzentrieren wir uns auf die Herstellung einbaufertiger Baugruppen wie Steuerblöcke, Hydraulikaggregate und -antriebe, Hydraulikpumpen sowie komplette Vormontagen inklusive elektronischer Steuerungen.“ Womit sich Fluitronics schon seit einiger Zeit beschäftigt ist die Systemintegration von Hydraulik in Hybrid-Fahrzeugsysteme. Lösungen präsentierte das Unternehmen zuletzt auf der Agritechnica 2013 in Hannover. Dort war unter anderem ein hydraulisch betriebener Generator zu sehen. Einsatzgebiet: wo immer eine netzunabhängige Stromversorgung benötigt wird.

Der hydraulische Stromerzeuger liefert schnell und zuverlässig elektrischen Wechselstrom bis zu 7,0 kVA Leistung. Damit verfügen Unternehmen in der Land- und Forstwirtschaft , im Straßen- oder Erdbau zu jeder Zeit über Elektrizität für den Einsatz von Werkzeugen, Maschinen, Beleuchtung oder Arbeitsbühnen aller Art. Da ohnehin ein hydraulischer Antrieb zur Verfügung steht, kann dieser auf intelligente Art gleich auch für die Erzeugung von elektrischer Energie genutzt werden. Warum einen separaten Stromerzeuger betreiben? Mit einem Gewicht von nur 26 Kilogramm wiegt der Energieerzeuger nur halb so viel wie ein üblicher Stromerzeuger.

Er lässt sich überall leicht montieren und kann dank der kompakten Bauweise platzsparend sogar in mobile Maschinen integriert werden. Der Anwender spart somit nicht nur die Kosten für einen separaten Stromgenerator ein. Auch bei den Betriebskosten rechnet sich Unternehmensangaben zufolge der Einsatz des Generators. Ein Firmensprecher: „Die robuste Konstruktion erreicht eine lange Lebensdauer und zeichnet sich durch geringe Service- und Wartungskosten aus. Bei Arbeiten in einer sensiblen Umgebung, wie etwa Wohngebieten, spricht auch die deutlich geringere Emission von Abgasen und Lärm für den hydraulisch betriebenen Generator.“ Im Gegensatz zu anderen Fluidtechnikfirmen stellte Fluitronics auch in diesem Jahr in Hannover aus. Die Firma präsentierte unter dem Motto „Hydraulics to go“ Hydraulikmodule, die folgende Attribute aufweisen: exzellente Steuerbarkeit, große Funktionsvielfalt und maximale Flexibilität. Was hinter diesen Eigenschaftsmerkmalen konkret steckt? Das ist eine andere Geschichte, die in der nächsten fluid erzählt wird.

 

Autor Franz Graf, Chefredakteur